A new rythm of life. Mein täglicher Tanz mit der Zeit.

And those who were seen dancing, were thought insane, by those who could not hear the music.
Friedrich Nietzsche

Hörst du sie? Die Stimmen in deinem Traum. Das Klingeln deines Weckers in der Früh. Das Klirren jeden Dienstag Morgen, wenn die Müllabfuhr die Flaschen holt und das Lachen der Kollegen an der Kaffeemaschine. Hörst du die Passanten auf der Straße und die Vögel im Baum?
Was auch immer du hörst… das ist die Musik deines Lebens. Im Takt mit ihr zu tanzen, ist der vielleicht schönste aber auch schwierigste Tanz überhaupt.

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Irgendwo zwischen Müdigkeit und Motivation

Vergangene Woche hatte ich zwei Prüfungen an der Uni. Freizeit/Arbeitsgesellschaft und Trends/Prognosen. Bisher war die inhaltliche Distanz zwischen dem Unistoff und meinen eigentlichen Schaffensfeldern in Arbeit und Blog sehr groß, aber dieses Mal konnte ich in den Ausführungen unglaublich viel aus meinem Alltag wieder erkennen. Ich musste mir eingestehen, mitten drin zu sein, in dieser Welt des Flex Livings, Flex Working, Evernets und wie man das alles nennt. Subjektiv gefühlter Zeitmangel – und immer und überall online.

Erst seit einem Jahr muss ich mein Leben, die Arbeit, die Uni und den Blog in Eigenregie organisieren. Ein unglaubliches Privileg jeden Tag selbst bestimmen zu können, aber auch eine Herausforderung. Nicht selten werde ich gefragt, wie ich das alles unter einen Hut bekomme. Ob mein Tag denn 48 Stunden hätte? Leider nein!

Lange habe ich einfach Rambo gespielt und bin mit den Kopf durch die Wand gerannt. TUN war die Devise und hieß auf meinen Alltag übersetzt: aufstehen und nicht mehr stehenbleiben bis ich Abends ins Bett gefallen bin. Eine Zeit lang geht das gut. Aber nicht sonderlich lange, denn was ich dabei vergessen habe… mir und dem Leben etwas mehr zuzuhören.

Lerne zuerst die Grundschritte

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Es war ein Interview, das mich dazu angehalten hat, meinen Alltag neu zu organisieren. Die einfache Frage „Wie sieht so ein Tag im Leben von Stellamina aus?“ ließ mich mit einem Fragezeichen im Kopf dasitzen. Es gab ihn nicht, den typischen Tag in meinem Leben, weil ich selten länger als 3 Tage im voraus plante und sowieso jeden Tag alles anders kam. Bis ich verstanden habe, dass ich es anderen erlaube meinen Tag bestimmen und daraufhin beschloss, ihn doch lieber selbst in die Hand zu nehmen.

Also habe ich mich hingesetzt, mir selbst ein paar einfache Fragen gestellt, den für mich perfekten Tag aufgeschrieben und mir zwei Wochen Zeit gegeben auszuprobieren, ob es funktioniert. Heute ist es Gewohnheit geworden – und ich habe gefühlt mehr Zeit denn je.

Wie sieht er aus,  so ein Tag im Leben einer Stellamina?

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  • Irgendwann zwischen 6:30-6:45h wecken mich Wecker oder Musik
  • Zweimal gestreckt und gereckt führt der erste Weg in die Küche
  • -> heiße Zitrone mit Ingwer oder ein Gerstengras Getränk
  • 1-2 Datteln genehmige ich mir für die Energie.
  • Zähneputzen, Gesellschaftsfähig machen, zur Wohnungstüre raus.
  • Hätte ich mich früher nun an den Schreibtisch gesetzt, führt mich der Weg heute zuerst ins Fitnessstudio
  • -> Krafttraining oder Yoga – bis 9.
  • Einen Kaffee und Tratsch mit den Trainingskollegen später, bin ich zwischen 9:30 und 10 im Büro

Ab hier ist dann doch wieder jeder Tag anders, je nach dem ob gerade Uni, Arbeit oder der Blog Vorrang hat. Was gleich bleibt sind eine Pause am Nachmittag und das angenehme Gefühl einen Rhythmus zu haben – sowie Zeit für schöne Dinge am Abend.

Es sind ein paar wenige Schritte die diesen Rythmus bestimmen, aber schon  ganz kleinen Routinen, wie die Morgenroutine geben Raum, Gedanken schweifen zu lassen. Bis im Büro haben mein Kopf und Körper Zeit munter zu werden, und ihre Funktionen anzuschalten. Manchmal funktioniert das mit dem Kopf erst nach dem zweiten Kaffee ^^

Seit ich auch den ganzen Tag über ganz bewusst darauf achte, nicht zu viele Termine einzuteilen und die Fristen zumindest halbwegs schiffbar aneinander zu reihen, fällt mir immer mehr auf, wie schnell sich alles dreht, manches davon im Kreis. Doch Probleme lösen sich nicht, wenn ich mich im Eiltempo und ohne nach rechts und links zu schauen durch den Tag bewege. Aktiv/produktiv zu sein muss nicht gleich aktionsgeladen sein. Auch haben Achtsamkeit/Bewusstheit nichts mit Siebenschläfern zu tun. Im Gegenteil.

Bewusst durch das Leben zu gehen, mag manchmal langsamer erscheinen, aber für mich ist es ein Weg in einer aus dem Takt geratenen Umgebung einen eigenen Lebensrhythmus zu finden – aufmerksamer zu  tun, manchmal auch nichts oder anders.

Finde deinen eigenen Takt

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Was für mich ganz wunderbar funktioniert, könnte dein persönliches Schreckgespenst sein.  Nicht jeder ist  ein früher Vogel und nicht jeder findet seine Entspannung im Sport.

Wichtig ist es, seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und ihnen zumindest so weil als möglich Raum zu geben. Manchmal findet man auch seinen Rhythmus und muss ihn ändern, wegen einer neuen Arbeit, der Uni oder einem Menschen der ins Leben tritt und alles über den Haufen wirft. Ein Grund zu Freude denn…

We usually can’t choose the music, life plays for us. But we can choose, how we dance to it.

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Die Kunst besteht darin, seinen eigenen Rhythmus zu finden, aber flexibel genug zu sein, seine Schritte zu ändern, wenn der Beat ein anderer ist.
I said that.

Ein Rhythmus gibt Orientierung. Schon große Künstler, Dichter, Literaten und Kreative haben ihre Inspiration in der Routine gefunden. (Ich habe den Thema schon mal einen eignen Beitrag gewidmet.) Sinnvoll ist sie solange es kein Extrem wird und sie dich nicht einschränkt.

Ich starte genau so gut in den Tag, wenn ich mal nicht mit Zitronenwasser aufstehe und ich bekomme auch keine Krise, wenn sich Morgensport einfach nicht ausgeht. Man muss sich nur immer auf die neue Situation einlassen und sie gerne leben.

„Den einen“ Rhythmus gibt es nicht. Dafür ändert sich unser Leben und die Welt um uns viel  zu schnell. Sei flexibel und experimentierfreudig – probiere verschiedene Rhythmen aus. Du bestimmst über den Sender im Radio oder die Playlist am iPod und kannst am besten einschätzen, welcher Takt und Rhythmus der richtige für dich ist. Und wenn du ihn gefunden hast wirst du feststellen, wie viel Zeit und Energie du sparst, wenn du Dinge in deinem eigenen Lebensrhythmus angehst.

When the music changes.
So does the dance.
African Proverb.

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Unterwäsche & Body: Woronstore.
WORON is ein skandinavisches Wäschelabel das von den Schwestern Anya and ArinaWoron gegründet wurde - kurz "The Woron Sisters". Ihr Ziel ist es Unterwäsche herzustellen, die du gerne als Erstes an und als Letztes ausziehst. Bequem, ohne Weiblichkeit und Style zu vernachlässigen. Ich finde das ist gelungen!
Schlafmaske: La Aquarelle 
La Aquarelle macht nachhaltige, natürlich gefärbte Schlafmasken in Handarbeit.Das Material ist Bambusseide - etwas ganz Besonderes und vor allem unglaublich weich. "Connect with nature throughout the night" ist das Ziel von Margarita und als WEIHNACHTSGESCHENK gibt es mit den Code STELLAMINA10 die ganze nächste Woche 10% auf den OnlineSHOP :)

Mantel: Gutzi
Das Label Gutzi - Herzensprojekt einer mittlerweile ganz lieben bekannten ist eines der allerersten Labels die ich zu Beginn meiner Fair-Fashion Reise entdeckt habe, und dem ich meine Treue halte. Faire Stoffe - handvernäht im österreichischen Lichtenberg :) 

Kette: Concrete Jungle.
"Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht." Endlich wurden wir concrete... äh konkret! Concrete Jungles 
möchte das vorherrschende Bild von Beton - massiv, grau und kalt - endlich drehen und zeigen, wie viele Facetten der Werkstoff hat - überraschend und filigran!

Ohrringe: Wildstil.
Schmuckdesign und Schmuckmanufaktur - Handmade in Graz.
Fotos: Saskia Stolzlechner - eine wahnsinnig talentierte junge Fotografin <3

4 Kommentare

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Laurel Koenigerantworten
11. Dezember 2016 um 22:08

Hey Amina,

Ein wirklich schöner Beitrag, vielen Dank für deine Erzählung aus dem Alltag. Es ist irgendwie motivierend, von jemandem zu erfahren, der so früh aufsteht und so eine tolle Routine hat. Ich bin tatsächlich kein Frühaufsteher, das geht leider gar nicht, und ich arbeite immer am liebsten in der Nacht. Trotzdem fehlt dann manchmal so ein bisschen die Routine, ich komme immer wieder mit meinem Rhythmus durcheinander. Daran arbeite ich gerade. 🙂
Lass uns doch bald mal auf einen Kaffee gehen, wenn der Uni-Stres vorbei ist! 😀

Liebe Grüße,
Laurel

Amina Stella Steinerantworten
14. Dezember 2016 um 20:46
– Als Antwort auf: Laurel Koeniger

Lieber Laurel,

Danke dir vielmals!!!
Manchmal werde ich sentimental und denke mir na vielleicht bringt es ja jemanden etwas, wenn ich darüber rede ^^Wie schön, dass das anscheinend auch der Fall ist 🙂
Ich hatte das auch lange so wie du. Bin erst nach einer Weile draufgekommen, dass es mir eigentlich andersrum besser tut.

Ich bin liebend gern beim Kaffee dabei!
Würde mich freuen.

Allerliebst,
Amina

Aliceantworten
13. Dezember 2016 um 15:29

Liebe Amina,

manchmal habe ich das Gefühl, du kannst mir in den kopf schauen und „verabreitest“ genau die Themen die mich gerade bewegen. Gerade in der Weihnachtszeit (und zugegebenermaßen auch viel vorher und nachher :D) wirbelt man so unglaublich viel umher, versucht so einen Menge Dinge in einen Tag zu stopfen und wundert sich am Ende des Tagen, warum man doch irgendwie so rastlos und unzufrieden ist.
Ich habe inzwischen auch meine morgendlichen Routinen und merke, dass sie mir sehr fehlen, wenn ich sie eine Zeit lang außer Acht lasse. Natürlich muss nicht jeder Tag gleich abblaufen und man muss auch nicht zwanghaft an bestimmten Abläufen festhalten aber eine gewisse Zusammenstellung von Dingen, die einem gut tun organisiert in seinem tag unterzubringen, hilft manchmal tatsächlich Wunder! 🙂
Ich werde mich heute Abend mal gleich wieder etwas intensiver mir und meiner Routine widmen. 🙂

Danke für den schönen Artikel!
Alles Liebe,
Alice

Amina Stella Steinerantworten
14. Dezember 2016 um 20:52
– Als Antwort auf: Alice

Liebe Alice,

Haha. Ja wer weiß. Vielleicht habe ich da Fähigkeiten. Oder aber uns beschäftigen einfach die Selben Themen, wie so viele andere auch.
Irgendwie wirbeln wir ja gerade alle nur von A nach B.

Wie schön, dass auch du schon eine Routine gefunden hast. Ich bin sicher, dass du bald wieder in sie findest.
Und es ist genau wie du sagst. Es geht nicht darum akribisch an ihr festzuhalten, sondern sie wie eine Guidline im Leben zu haben.

Allerliebst,
Amina

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