Cashew Milch | Nuss Milch

Die vergangenen Tage habe ich gemeinsam mit meiner Mutter in einer kleinen Villa an der kroatischen Küste verbracht. Nein, wir haben keine Villa gemietet, sondern ein Zimmer, es aber mindestens ebenso genossen. Auch waren wir nicht nur zum Urlaub machen da, sondern meine Mutter hat eine Fortbildung für „Ernährung und ihre Auswirkungen aufs Gehirn“ besucht, während ich mich meinen zwei kommenden Prüfungen gewidmet habe. Man könnte meinen, Lernen am Meer sei eine Herausforderung, aber das Wetter hat es uns ein bisschen leichter gemacht, mit drei von vier Tagen Regenwetter und Sturm.

Genossen haben wir es trotzdem, vor allem das ausgedehnte Frühstück und die gemeinsame Zeit. Vermisst habe ich am Frühstücksbuffet allerdings Eines – pflanzliche Milch für mein Müsli!

Das mit dem „vegan“ und „pflanzlich“ scheint in den kroatischen Küstenstädtchen noch nicht ganz angekommen zu sein. Die Damen des Hauses schüttelten immer wieder verwundert den Kopf, als ich mit meiner eigenen Mandelmilch  antanzte und sie wie selbstverständlich in die Schüssel leerte.

Eigentlich habe ich schon vor mehreren Monaten pflanzlicher Milch aus der Packung abgeschworen, (wie und warum erfährt du im nächsten Beitrag) doch auf Reisen bin ich nicht ganz so streng, irgendetwas möchte ich schließlich auch zum Frühstück essen, außer Brot & Olivenöl 😉
Trotzdem überrascht mich der riesige geschmackliche Unterschied zwischen „gekauft“ und „selbstgemacht“ jedes Mal auf ein Neues und ich wünsche mir sofort meine eigene cremige Nussmilch herbei.

Dieses Mal war der Wunsch so groß, dass ich mir dachte ich schreibe gleich mal das Rezept auf, damit zumindest ihr in den Genuss davon kommt. 🙂

Cashew Milch | Nuss Milch

Zutaten

  • 1,5 Becher Nüsse (Cashew)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Leinsamenöl
  • 2-3 Datteln
  • 5 Tassen Wasser

Zubereitung

1. Option: Mit dem Mixer 

Die Nüsse über Nacht in der doppelten Menge Wasser einweichen. Bei Bedarf (z.B. Mandeln) schälen. In einem Mixer mit allen anderen Zutaten einige Minuten mixen, bis alle Nüsse fein zerkleinert sind und die Flüssigkeit weißlich ist. (Es empfiehlt sich, einen Hochleistungsmixer zu verwenden). Das Getränk  durch einen so-gennanten „Nusssmilchbeutel“, ein „Durchseihtuch“ oder eine ganz normale Strumpfsocke pressen. Die Milch in Flaschen füllen und verschlossen im Kühlschrank lagern.

1. Option: Mit dem And Soy Maker 

Alle Zutaten in den And Soy geben. Das Wasser bis zwischen die Markierungen aufgießen und Stufe 2 starten. Nach dem Kochen das Getränk durch das Sieb in Flaschen füllen, verschließen und im kalten Wasserbad abkühlen. Erst dann in den Kühlschrank stellen.

Ein paar Zusatz Infos

Cashew und dann? 

Ich habe den Titel bewusst gewählt, da das Rezept zwar Cashew Milch beschreibt, aber mit jeder, wirklich jeder Nusssorte umgesetzt werden kann. Selbst Samen eignen sich dafür – ich habe es bereits mir Schwarzem Sesam probiert – das solltet ihr an Halloween mal nachmachen 😉 Experimentieren also erlaubt!

Reste-Verwertung 

Wer die Nussmilch mit dem Mixer zubereitet wird nach dem Sieben eine Menge so-gennanten „Nusstrester“ übrig haben. Dieser kann für Smoothies, im Müsli, in Müsliriegel oder sogar für „veganen Käse“ verwendet werden.

Lagerung

Bei mir hält die Nussmilch im Kühlschrank zumindest eine Woche. Vor dem Genießen am Besten kurz Schütteln. Wer zu viel Nussmilch zubereitet hat, kann einen Teil gut einfrieren.

Nur keine Langeweile aufkommen lassen 

Ich habe hier das Grundrezept vorgestellt, da ich es eigentlich am Liebsten habe und es am vielseitigsten anwendbar ist. Die Nussmilch kann aber nach belieben verfeinert und verändern werden. Dafür einfach die entsprechenden Zutaten beim mixen oder im „And Soy“ beifügen.

Ein paar Anregungen: 

  • Gewürze: Zimt, Vanille, Kardamom, Kurkuma, …. 
  • Kakao, Carob, … 
  • Kokosnuss
  • Trockenfrüchte 
  • was auch immer du magst 😉 

Nussmilch ist natürlich besonders fein pur, oder im Müslil und anderen Frühstücksvariationen. Sie macht sich aber auch besonders gut in allerlei Gebackenem so wie Muffins. Probieren geht über studieren. Werde kreativ.

Lass es dir schmecken.
Liebst, Amina

7 Kommentare

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Cosima | Ricemilkmaid Blogantworten
26. Juli 2016 um 20:53

Huhu Amina,

ganz toller Beitrag und ein super Rezept. Ich mache mittlerweile meine Milch auch immer häufiger selber und bin ganz begeistert, dass ich bei dir noch den Tipp mit dem Leinöl und dem Salz gefunden habe – das gibt der Milch das gewisse Etwas.

Leider bin ich online auf kein Rezept für veganen Käse aus Nusstrester gestoßen und wollte dich fragen, ob du da vielleicht eins parat hast? 🙂

Liebste Grüße
Cosima

http://www.ricemilkmaid.de

Amina Stella Steinerantworten
27. Juli 2016 um 10:36

Hey liebe Cosima,

Wie schön, dass du die pflanzliche Milch auch schon selber machst. Ja ich habe irgendwann entdeckt, dass süße immer ein bisschen Gegengewicht mit Salt verträgt. Und Leinsamen/Datteln ist eine großartige Kobination. Auch im Frühstück 🙂

Ich werde wegen dem Rezept schauen wo ich es habe und dir dann schicken 🙂

Liebst,
Amina

Cosima | Ricemilkmaid Blogantworten
27. Juli 2016 um 12:03
– Als Antwort auf: Amina Stella Steiner

Vielen lieben Dank, Amina, da würde ich mich sehr drüber freuen. 🙂
Liebste Grüße,
Cosima

Amina Stella Steinerantworten
28. Juli 2016 um 22:08
– Als Antwort auf: Cosima | Ricemilkmaid Blog

Liebe Cosima, (Und alle anderen interessierten)
Hier eine Möglichkeit zur Weiterverwendung von Nusstrester:

Cremiger Veganer Frischkäse:

* Nuss-Trester (übriggebliebene Rückstände von der Nussdrinkherstellung)
* 1/5 Packung Seidentofu (oder Soja-Yoghurt)
* Saft einer Zitrone
* ½ TL Salz
* 3 EL gehackte frische Kräuter
* 1 EL Tahini

Alle Zutaten gut vermengen und gekühlt servieren.

Frischkäserolle

* Nusstrester
* 1 tl Salz
* 1 EL Hefeflocken
* Saft einer Zitrone
* 1/2 Tl Essig

* gehackte frische Kräuter
* Salz & Pfeffer

Trester sehr gut auspressen mit den oberen Zutaten vermengen. Ein Backpapier mit Kräutern und/oder Gewürzen bestreuen. Die Masse zu einer Schlange formen und im Packpapier in den Gewürzen zu einer Rolle Rollen. In den Kühlschrank (1 h) ausrollen und servieren.

Hab mir die Rezepte so ausgedacht, wie ich denke, dass sie funktionieren – aber noch nicht selbst geprüft.
Falls es wer ausprobiert bitte sagen, ob es klappt 😉

<3

Cosima | Ricemilkmaid Blogantworten
5. August 2016 um 16:39
– Als Antwort auf: Amina Stella Steiner

Vielen, vielen Dank. Deine Rezeptideen klingen super, ich denke, ich werde sie demnächst mal ausprobieren und schauen, ob es so funktionieren könnte. 🙂

Susanne Babergantworten
30. Juli 2016 um 0:06

Hi Amina,
ich freu mich total über den Artikel, wer er mir regelrecht Lust auf’s selber machen macht 🙂
Der Verpackungsmüll und die Kosten ärgern mich schon lange.
Allerdings frage ich mich bei dem And Soy Maker, was es mit dem erhitzen auf sich hat? Ist das nicht eher kontraproduktiv in Bezug auf Vitamine etc.?
Zum Thema Mixer: ich habe eine kleine Küchenmaschine mit Mixer, die Leistung müßte ich mal nachgoogeln, aber sicher keine Hochleistung. Meinst du, die Nüsse werden in einem Feld-Wald-und-Wiesen Mixer nicht fein genug?
Und hättest du eine Empfehlung für einen bezahlbaren Mixer? Ich denke schon eine Weile über einen ESGE Pürierstab nach, aber der würde dann vermutlich auch nicht ausreichen?
Freu mich über eine kurze Antwort.
Herzlich,
Susanne

Amina Stella Steinerantworten
30. Juli 2016 um 9:57
– Als Antwort auf: Susanne Baberg

Hey liebe Susanne,
Das ist natürlich das allergrößte Kompliment dass du mir aussprechen kannst, wenn du Lust aufs nachmachen bekommst. Das freut mich riesig!
Das mit dem Verpackungsmüll ist echt nervig. Angenommen man bracht 2 L in der Woche – das rechne man mal hoch aufs Jahr O.o
Ich werde mich mal erkundigen, auf wie viel Grad der erhitzt, da es aber immer zumindest eine h dauert, denke ich er erhitzt nicht so hoch, dass es problematisch wäre 😉
Also jede Art von Mixer ist zumindest mal besser geeignet als ein Pürierst. Das funktioniert gar nicht.
Ich habe einen KitchenAid Standmixer und einen kleinen Mixer von Sony – habe aber auch schon bei Bekannten z.B. einen Vitamin ausprobiert und da liegen echt Welten dazwischen.
WMF ist unter den günstigeren aber immer eine gute Wahl. Auch Kenwood ist recht in Ordnung. Nüsse halt gut vorher einweichen. Das Getreide schon vorkochen, dann sollte das gehen.
Anders als beim AndSoy wird’s du die Milch dann aber sieben müssen – und da gehen halt leider auch Nährstoffe drauf.

So das war jetzt leider nicht ganz so kurz ^^
Hoffe ich konnte weiterhelfen. Ich mag das Wort „Wald-und-Wiesen-Mixer“ übrigens sehr.

Liebst,
Amina

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