Zero Waste Spicy Gemüse Blend – man könnte es auch Suppenwürze nennen (+Rezept)

Willst du eine Suppe?
Wir haben 2016 (noch)!
Okay. Willst du einen warmen spicy Gemüse Smoothie? 

Als auch die letzte exotische Frucht gefriergetrocknet und pulverisiert worden war… als auch das letzte Samenkörnchen stolz den Namen Superfood trug… da mussten sich die Trend-Scouts der Stars und Sternchen etwas Neues überlegen, um den Magazinen Content und den Menschen einen Trend zum Folgen zu bieten. Doch da alles Neue bereits alt war, mussten sie Altes neu machen – und aus unschuldigem Gemüse in flüssiger Form eine neue It-Diät kreieren. Souping…

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Ja die alten Ernährungslehren wie Ayurveda und Makrobiotik hätten vielleicht ein Patent auf ihr Wissen anmelden sollen, bevor es internationalisiert und dann hochglanzpoliert wurde. Aber eigentlich ist Souping sogar ein Trend den ich recht angenehm finde. Endlich werde ich nur noch mit einem verschmitzten Grinsen angeschaut, wenn ich Morgens meine Miso-Suppe schlürfe….
Für all jene, die den Trend verpasst haben: Souping ist das neue Juicing. Will heißen. Man läuft nicht mehr mit einem Smoothie und Aluminium-Strohhalm durch die Stadt, sondern mit einem Thermo-Pot in der einen und einem Löffel in der anderen Hand.

Ich weiß nicht ob sich die Trend-Scouts der gesundheitlichen Wertigkeit von warmen Speisen bewusst waren, oder ob sie einfach nur eine Möglichkeit gesucht haben, ihren Lieblings-Smoothie auch im Winter zu schlürfen. Fakt ist: Warme, leichte Speisen am Morgen, aber auch untertags, sind für den Körper leicht verdaulich, wärmen von Innen und geben Kraft ohne schwer und müde zu machen. Rohköstler mögen an dieser Stelle vielleicht ein Streitgespräch anfangen, aber am Ende muss jeder selbst spüren, was ihm gut tut.

Persönlich finde ich vor allem im Winter und in unseren eher kalten Breitengraden eine Suppe etwas unheimlich Angenehmes und Leckeres. Schon lange starte ich mit Miso- oder Reissuppen oder einer  Schüssel Hafer mit Gewürzen in den Morgen. Untertags wiederum landet allerlei saisonales Gemüse im Suppentopf und vermengt sich mit Gewürzen, Hülsenfrüchten und Nüssen zu einer köstlichen Wohltat.
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Leider ist immer da, wo eine Industrie dahinter steckt, auch Vorsicht geboten. In der Vielzahl an gängiger Suppenwürfel, Suppenwürzen und Fertig-Suppen, stecken so manche Dinge, die man da nicht vermuten würde. Glutamate (Geschmacksverstärker) teilen sich die Zutatenliste mit Konservierungsstoffen und oft auch Gluten  (Mehlbestandteile) und Laktose (Milchzucker). Ja auch Zucker findet sich da. Unglaublich. Wo Suppen doch so gesund sein sollen… Vom Gemüse ist in vielen der Gewürzpasten und Pulver  nur noch ein Hauch zu finden.

Darum habe ich mich auf die Suche gemacht und in meinem neuen Lieblingsbuch „Food Swap“ ein Rezept gefunden, das alles oben genannte – in Sackerl, Plastik und Aluminum verpackte – überflüssig macht: Suppenwürze selbst gemacht. Im Glas aufzubewahren und bis zu einem Jahr haltbar. Ich schwebe auf Wolke sieben des Foodie-Himmels und freue mich das Rezept zum gesundheitlichen Höhenflug mit dir zu teilen.suppenwuerzesuppenwuerzelq-9-von-16

Zero Waste Spicy Gemüse Blend - Suppenwüze
 
Auch anderes Gemüse, vor allem Wurzelgemüse eignet sich gut für die Brühe. Nur von Zwiebeln und Knoblauch solltest du die Finger lassen, da sie ätherische Öle haben und zu stark dominieren würden. Auch die Menge kann nach belieben variiert werden. Gleich bleiben sollte aber das Mengenverhältnis 6:1 Gewürz werden kann damit alles, was Herzhaftigkeit verträgt. Suppen, Saucen, Eintöpfe und Gemüse-Pfannen. Probiere es einfach aus!
Zutaten
  • 1 Stange Lauch
  • 1 kleiner Bund Petersilie oder Kerbel
  • 400g bunte Karotten
  • 400 g Pastinaken
  • 300 g Knollensellerie
  • 250g Salz
Zubereitung
  1. Den Lauch waschen, trocken. Dann die äußersten Blätter abschälen, und zuerst halbieren, dann vierten und in ganz feine Streifen schneiden.
  2. Das Wurzelgemüse waschen, leicht abtrocknen und schälen. Dann alles mit der Küchenreibe fein raspeln.
  3. Die Kräuter ebenfalls waschen und auf einem Geschirrtuch trocknen. Dann fein hacken.
  4. Das geriebene Gemüse und die Kräuter mit dem Lauch in einer Schüssel vermengen. Salz dazugeben und gut verkneten. 1 Stunde ruhen lassen. Dann das Wasser durch ein Sieb abgießen, nochmals durchkneten und eine weitere Stunde stehen lassen. Das Wasser wieder durch das Sieb abgießen - dieses Mal jedoch wirklich alle Flüssigkeit so gut als möglich auspressen.
  5. Die Masse in Gläser füllen und festdrücken. Verschließen und bei Bedarf genießen.
  6. Im Kühlschrank hält die Suppenwürze bis zu einem Jahr.

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Unglaublich, wie einfach es sein kann, industrielle Produkte durch selbstgemachte zu ersetzten. Ich gebe es ehrlich zu, auch für mich war es bis vor kurzem selbstverständlich, zum Suppenwürfel zu greifen, aber zu wissen, was in meiner Suppe wirklich drin ist, und zu wissen dabei keinen unnötigen Müll zu produzieren, den vollen und echten Geschmack zu haben, ist mir doch lieber.

Notiz an mich:
Um so ursprünglicher du in deiner Ernährung bist, um so weiter bist du allen anderen voraus! 

Die Würze verwende ich für einfache Gemüse-Suppen aber auch für Saucen und Eintöpfe. Gewürze braucht es neben der Würze allerdings trotzdem noch. Bei der Dosierung am Anfang eher vorsichtig sein, sie ist recht intensiv.

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Die Suppengläser eigenen sich übrigens auch ganz wunderbar als Weihnachtsgeschenk für deine Liebsten! Kommende Woche werde ich euch außerdem einen kleinen Geschenk-Guide für Selbermacher schreiben. Freut euch auf zeitlose Geschenke – mit denen ihr nicht nur Zeit sondern auch Aufmerksamkeit und Liebe schenkt.

2 Kommentare

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Anjaantworten
6. Dezember 2016 um 21:58

Die Tante meines Freundes kocht auch immer selber Gemüsebrühe. Allerdings mit dem Thermomix und allerhand Salz. Da braucht man dann wirklich kaum noch nachwürzen 😀
Davon hab ich aktuell auch noch ein Glas stehen, aber ich denke, dass sich das wohl bei dir mit den rohen Zutaten länger halten wird. Ich denke, ich werde mal dein Rezept ausprobieren 🙂
Wenn du dir jetzt ne Suppe machst… Wie viel von deiner Würze benutzt du dann? So einen Esslöffel?

Grüße,
Anja

Amina Stella Steinerantworten
8. Dezember 2016 um 22:02

Hey liebe Anja,

Klingt auch spannend. Wi macht sie das?

Also das mit den rohen Zutaten hab ich nun echt schon eine ganze Weile da stehen und es hält super gut! 🙂
Ich hab etwas weniger Salz erwischt als im Rezept, darum einen großen Esslöffel.
Wenn dus so zubereitest wie oben, sollte ein Esslöffel perfekt sein, Ja 🙂

Man kann das Gemüse mit meinem Rezept übrigens auch trocknen, im Ofen, falls man das lieber mag.

Liebst,
Amina

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