#WagEs – Warum wir täglich etwas wagen sollten

Wann hast du das letzte mal etwas Verrücktes gemacht? Wann bis du das letze Mal von Klippen gesprungen? Wann hast du das letzte mal einen Gipfel bestiegen oder bist in einen Zug gestiegen ohne zu wissen, wohin die Reise geht?

Ehrlich gesagt… Ich habe in der letzten Zeit nichts davon gemacht. Trotzdem hat mir ein kleiner spontaner Moment gezeigt, was es bedeutet, etwas zu wagen.

Ein Kleiderschrank. Eine leicht verzweifeltes Ich davor. schwarz-weises Kleid in der einen, schwarz-weis-gepunktete Socken in der anderen Hand. Unsicherheit. Soll ich es wagen? Die Zeit läuft mir davon. Kleid an. Socken an. Schuhe drüber und ab zum ersten Termin.
Ich fühle mich unsicher. Aber irgendwie auch gut. Ein kleines bisschen verrückt. Vielleicht auch ein kleines bisschen besonders…
Ich fasse Vertrauen in meine Entscheidung, beginne mich wohl zu fühlen und schlage mutig ein Bein über das andere. Die Socken zum Vorschein bringend, ein Lächeln in den Augen, Kribbeln im Fuß. Eine Kollegin zwinkert mir zu. 

Ich gehe durch den Tag. Manchmal springe oder hüpfe ich auch. Bekomme Komplimente, zu Kleid, Socken und Look. Fühle mich anders. Fühle mich stärker und fühle mich stark genug, Neues anzugehen. Ich habe Mut gefasst. Ich will mehr! Ich #WagEs. Ich wage den Sprung.

Immer wieder stellt uns das Leben vor Entscheidungen. Kleinere oder größere. Dann stehen wir da, wissen nicht, ob nach Links, nach Rechts, oder mitten rein, ins kalten Nass.

Ich bin im letzten Jahr vor vielen solchen Entscheidungen gestanden, aber keine beschreibt die Auswirkungen so gut, wie diese kleine Geschichte. Etwas zu wagen bedeutet nicht, von Klippen zu springen oder in eine Stadt zu ziehen. Etwas zu wagen bedeutet sich aus seiner Komfortzone zu trauen und eine klitzekleine Veränderung zu machen. Je mehr dieser kleinen Veränderungen wir tun, um so leichter werden auch größere fallen.

Ich habe an diesem Tag nicht nur eine Menge Komplimente bekommen, sondern es sind auch viele Gespräche über Mut und Veränderungen entstanden. Wir haben im einen Moment über meine Unsicherheit gelacht, um in nächsten Moment über unsere Wünsche und Ängste zu reden. Über die Dinge die wir uns (noch) nicht trauen. Geendet hat jedes dieser Gespräche mit einem „Weist du was, ich tu’s!“

Etwas zu wagen heißt auch andere zu motivieren, ihnen die Hand zu reichen und gemeinsam zu springen. Oft reicht ein aufmunternder Satz, um den ersten Schritt zu machen.

Etwas zu wagen kann auch bedeuten, sich endlich einen Traum zu erfüllen…

Als Kind habe ich einige Jahre Klavier gespielt. Nach vielen Jahren Pause habe ich mich nun entschlossen, wieder anzufangen und es noch einmal zu wagen, mich auf dieses Projekt einzulassen.
Für mich bedeutet #WagEs mein Bedürfnis nach Herausforderungen und Neuem zu erfüllen. Es ist meine Art der positiven Lebenseinstellung und bedeutet den Mut zu haben, das Leben zu genießen und sich von ihm überraschen zu lassen.

Der Artikel ist mein persönlicher Beitrag zur FIELFALT Blogparade #WagEs. FIELFALT ist Online Community und Magazin das Frauen vernetzen, empowern und inspirieren mag – eben eine Community für Frauen, die etwas wagen wollen.

Die Fotos sind ziemlich spontan entstanden, und haben mich zu dem Beitrag inspiriert. Geschossen hat sie die wunderbare Iza – ebenfalls Team-Mitglied im Impact Hub und eine ziemlich mutige Frau 🙂

Was hast du diesen Sommer gewagt? Ich freue mich auf deine Geschichte!

2 Kommentare

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Jenniantworten
6. September 2016 um 9:26

Liebe Amina!
Das ist eine wunderbare Geschichte, die die Botschaft, die du rüberbringen möchtest, toll umrahmt!
Ich weiß nicht, ob ich den Mut gehabt hätte, eine so scheinbar gewagte Kombination anzuziehen – vielleicht bin ich dafür dann doch zu feige – obwohl das Ergebnis wirklich klasse aussieht. 🙂
Doch ich denke, du hast recht: Wir sollten (wieder?) mehr wagen und mehr trauen und die Möglichkeiten spielerisch entdecken, die uns das Leben bietet – dafür ist es das Leben.

Liebe Grüße
Jenni

Amina Stella Steinerantworten
6. September 2016 um 12:26

Liebe Jenni,
Ich habe eben auch lange überlegt, und war mich Anfangs noch mit der Entscheidung unsicher, aber je länger ich damit draußen war, umso spannender wurde das Gefühl.
Ich denke wir verstecken uns viel zu sehr hinter gewohntem und bleiben in der eigenen sicheren Komfortzone.
Es tut wirklich gut, die mal zu verlassen und ist vor allem auch für andere Bereiche inspirierende.
Also trau dich, auch wenn es Ringelsocken sind 😉

Allerliebst,
Amina

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