{"id":6964,"date":"2016-03-28T18:08:32","date_gmt":"2016-03-28T16:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.grasgruen-himmelblau.com\/?p=6964"},"modified":"2016-03-28T18:08:32","modified_gmt":"2016-03-28T16:08:32","slug":"armeleuteessen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stellamina.com\/portfolio\/armeleuteessen-2\/","title":{"rendered":"10 Tipps f\u00fcr #armeleuteessen"},"content":{"rendered":"<p>Biologisch, saisonal, regional &amp; vegan einkaufen &#8211; zu einem guten Preis! Geht das? Ich habe\u00a0den Versuch (<em>#armeleuteessen<\/em>) gewagt, zwei Wochen von 6\u20ac am Tag zu leben und bin zum Schluss gekommen: &#8220;Es geht! Aber nur mit viel Planung und Zeit.&#8221;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stellamina.at\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/artischocke-18-von-42-e1459430685233.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7980 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stellamina.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/artischocke-18-von-42-e1459430685233.jpg?resize=1300%2C640\" alt=\"#armeleuteessen\" width=\"1300\" height=\"640\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der\u00a0biologischen und regionalen Ern\u00e4hrung h\u00e4ngt ein Vorurteil an &#8211; sie sei zu teuer und nur gut verdienenden Menschen zug\u00e4nglich. Um diesem Vorurteil auf den Grund zu gehen, hat das <a href=\"http:\/\/www.biorama.eu\">BIORAMA Magazin<\/a> unter dem Hashtag <a href=\"http:\/\/www.biorama.eu\/armeleuteessen-2\/\">#armeleuteessen<\/a> einen Selbstversuch gestartet: Einen Monat lang von der Mindestsicherung essen. Durch Zufall bin ich\u00a0 auf das Projekt aufmerksam geworden und fand den Ansatz ebenso spannend, wie herausfordernd. Da ich Herausforderungen liebe, habe ich auch diese angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein pers\u00f6nliches Ziel war es nicht, um Biegen und Brechen das Budget einzuhalten, sondern w\u00e4hrend der Zeit des Experiments mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen, Preise und Ausgaben aktiver wahrzunehmen und sie zu minimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste \u00dcberraschung musste ich bereits im Bioladen erleben. Obwohl ich immer schon darauf achte vorwiegend \u00f6sterreichische Produkte einzukaufen, habe ich nie so stark wahrgenommen, woher die Produkte wirklich kommen und wie wenige Produkte im Biomarkt aus \u00d6sterreich sind. Im Versuchsmonat (M\u00e4rz) waren das bei dem frischen Obst &amp; Gem\u00fcse sage und schreibe <em>5 St\u00fcck<\/em>. Eine Obstsorte und vier Gem\u00fcsesorten. Der Rest ist &#8211; auch wenn Bio &#8211; durch die halbe Weltgeschichte geflogen :\/<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herausforderung N\u00b02 ereilte mich noch am selben Tag, als ich zu einem Gesch\u00e4fts-Termin musste, im Kaffeehaus, eh klar. Dass das ein teures Vergn\u00fcgen ist, wird niemanden \u00fcberraschen, aber wenn man mit nur einem Tee schon das halbe Tagesbudget verbraucht hat, denkt man doch zwei mal \u00fcber den Preis eines einzelnen Tee-sackerls Daheim und jenem im Lokal nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Tatsache, dass ich jeden Tag in der fr\u00fch die Wohnung verlasse und zu den unterschiedlichsten Zeiten an den verschiedensten Orten bin, hat mich vor eine Entscheidung gestellt. Nichts Essen, oder Essen vorbereiten und mitnehmen!? Ich habe mich f\u00fcr zweiteres entschieden, was zwangsl\u00e4ufig meine Abende zu &#8220;Koch-Abenden&#8221; umstrukturiert hat. Das wiederum sehe ich sehr positiv, weil ich mir endlich wieder einmal mehr Zeit f\u00fcrs Kochen genommen habe, was gleichzeitig wie eine Meditation ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Zeit des Experiments\u00a0konnte ich viel \u00fcber Lebensmittel lernen, habe etliche Verpackungen zwei mal umgedreht, und vieles hinterfragt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass eine biologische Ern\u00e4hrung in jedem Fall auch mit relativ wenig Geld gut umsetzbar ist, schwierig wird es jedoch wenn auch die Anforderungen saisonal, regional und vegan erf\u00fcllt werden m\u00fcssen, und beinahe unm\u00f6glich ist es, wenn man ausw\u00e4rts isst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Tipp f\u00fcr unterwegs ist die Frische-Theke vom Denn&#8217;s Biomarkt, wo viele (s\u00e4ttigende) Salate f\u00fcr 3\u20ac zu finden sind. Noch mehr Tipps und Tricks sowie ein Resum\u00e9 f\u00fcr den g\u00fcnstigeren und nachhaltigen Einkauf findest du unter dem Bild!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stellamina.at\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/HOt-pic-1-von-1-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-7982\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stellamina.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/HOt-pic-1-von-1-2-1024x1024.jpg?resize=1024%2C1024\" alt=\"#armeleuteessen\" width=\"1024\" height=\"1024\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">1. Back to Basics!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele (unverarbeitete!) Grundnahrungsmittel sind relativ g\u00fcnstig. Wirklich aufs Budget schlagen sich nur die Feinschmecker-Produkte. Mach Haferflocken, Getreidesorten, H\u00fclsenfr\u00fcchte und Kartoffeln gemeinsam mit regionalem\u00a0Gem\u00fcse und Obst zur Grundlage\u00a0deiner Ern\u00e4hrung. Abrunden kannst du diese dann mit Gew\u00fcrzen &amp; Co. Die Rechnung wird automatisch kleiner sein. Stark verarbeitete Produkte wie Nussmilch, Tofu &amp; Co sollten eher Ausnahme als Norm sein.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">2. Markttag!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Donnerstag morgen gehe ich zum kleinen Bauernmarkt in meinem Bezirk und kaufe frisches Gem\u00fcse und Obst f\u00fcr die ganze Woche. Selten zahle ich mehr als 10-15\u20ac und habe trotzdem eine gute Grundlage f\u00fcr verschiedenste Gerichte &#8211; und am wichtigsten &#8211; immer frische und saisonale Lebensmittel. Zwar ist nicht alles aus \u00d6sterreich, aber von weiter als Italien wird kaum etwas hergeholt \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Extra Tipp:<\/em> Werde\u00a0<em>Stammkunde.<\/em> Wenn du am Markt einmal deinen Lieblingsbauern\/H\u00e4ndler gefunden hast, wird er sich freuen dich immer wieder zu sehen und dir mit der Zeit auch gute Preise machen, oder dir dein Lieblingsgem\u00fcse zur Seite legen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">3. Abgelaufen? Trotzdem kaufen!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Superm\u00e4rkte verkaufen abgelaufenen Waren zum reduzierten Preis. Yoghurt &amp; Co k\u00f6nnen ohne Bedenken einige Tage nach dem &#8220;Ablaufdatum&#8221; genossen werden, dies sind ja nur Richtlinien. Seit einigen Monaten verzichte ich auf verarbeitete Produkte wie Tofu und Sojayoghurt &#8211; au\u00dfer &#8211; sie sind reduziert. Das hat den einfachen Grund, dass sie mir normal zu teuer sind, ich sie nicht wirklich brauche, und sie sonst weggeworfen werden, denn immer wieder beobachte ich im Shop, dass die teuren Produkte ohne Rabattmarken eher genommen werden, als die reduzierte Ware &#8211; warum auch immer \ud83d\ude09<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">4. Wunderbare\u00a0&#8220;Wunderlinge&#8221;!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine\u00a0Revolution der Wunderlinge ist im Gang. Immer mehr Superm\u00e4rkte bieten Gem\u00fcse und Obst-Sorten an, die nicht den Norm-Richtlinien entsprechen und daher normalerweise weggeworfen werden. Diese sogenannten &#8220;Wunderlinge&#8221; sind um einiges g\u00fcnstiger als ihre glatt-polierten Br\u00fcder und Schwestern und helfen auch der Lebensmittel-Verschwendung entgegenzuwirken.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">5. Sharing is caring!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt viele M\u00f6glichkeiten durch den gemeinsamen Genuss Geld und M\u00fcll zu sparen. Schlie\u00dfe dich mit den Nachbarn zusammen und bestellt <em>Gro\u00dfpackungen<\/em> &#8211; diese sind fast immer g\u00fcnstiger und brauchen weniger Verpackung. Sogenannte <em>Food-Coops<\/em> erm\u00f6glichen frische Produkte von Bauern au\u00dferhalb der Stadt zu beziehen. \u00dcbriggebliebene Lebensmittel k\u00f6nnen in <em>FoodSharing<\/em> K\u00fchlschr\u00e4nken abgegeben\/abgeholt werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">6. Make a <del datetime=\"2016-03-31T11:23:34+00:00\">wish<\/del> plan!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen ungef\u00e4hren Plan der Woche zu haben, hilft dir gleich doppelt und dreifach. Beim Einkaufen wirst du fokussierter sein und weniger Spontan-K\u00e4ufe machen. Du wirst beim Kochen Zeit sparen, weil du nicht jeden Tag neu kreativ werden musst und du wirst kontrollierter und bewusster Essen, was wiederum dem K\u00f6rper gut tut!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">7. Verwerte!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oftmals werden angebrochene Produkte oder Reste von der Letzten Mahlzeit einfach weggeworfen. Auch \u00fcbrig-gebliebenes Obst und Gem\u00fcse landet \u00f6fter im Eimer als n\u00f6tig. \u00dcberlege vor dem n\u00e4chsten Einkauf lieber noch mal, was du zu Hause hast und wie du eine Mahlzeit daraus machen k\u00f6nntest. Kaufe lieber seltener ein, und daf\u00fcr nur die fehlenden Produkte um Reste zu verwerten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">8. Regional\/saisonal<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Regional und saisonal zu kaufen ist eigentlich immer g\u00fcnstiger, als sich f\u00fcr von weit herkommende Lebensmittel zu entscheiden. Die Produkte sind au\u00dferdem frischer, und unterst\u00fctzen die regionale Landwirtschaft. Aber nicht nur frisches Gem\u00fcse und Obst werden Lokal produziert, sondern auch viele &#8220;Fertigprodukte&#8221; aus heimischen Grundnahrungsmitteln. Joya zum Beispiel macht ihre Sojayoghurts ausschlie\u00dflich aus \u00f6sterreichischem Soja.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Extra Tipp:<\/em> Kaufe regionale <em>Eigenmarken.<\/em> Viele Gesch\u00e4fte haben Eigenmarken, die deutlich g\u00fcnstiger sind, als vergleichbare ausl\u00e4ndische Produkte.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">9. Selber kochen!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du nicht gerade 5 verschiedene Superfoods in einen Mixer haust &#8211; aber das w\u00e4re eh nicht sonderlich regional &#8211; ist selbst zu kochen eigentlich immer g\u00fcnstiger als ausw\u00e4rts Essen zu gehen. Auch bekommt man automatisch einen besseren Bezug zu den Lebensmitteln und wei\u00df genau was drin ist. Kochen muss nicht aufw\u00e4ndig sein. Viele Gerichte lassen sich in 10-15 Minuten zubereiten und sind auch gut am n\u00e4chsten Tag im B\u00fcro. Vielleicht sollte ich da mal eine Rezeptreihe machen!? \ud83d\ude09<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">10. Lies meinen Guide!<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn\u00a0meines Blogs habe ich einen ganzen Guide zur Lebensmittel-Verschwendung geschrieben. Dieser hilft nicht nur Lebensmittelm\u00fcll zu reduzieren spart automatisch auch Geld! <a href=\"http:\/\/www.grasgruen-himmelblau.com\/2015\/09\/06\/feebook-6-tipps-fuer-weniger-lebensmittelabfall\/\">HIER<\/a>\u00a0geht&#8217;s zum Artikel und Guide-Download.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Selbstversuch hat mir ein weiteres Mal die Augen ge\u00f6ffnet, wie es um die Lebensmittelindustrie wirklich steht, aber auch was die Normen in unserer Gesellschaft betrifft. Die nachhaltigste Entscheidung w\u00e4re es zwar, ausschlie\u00dflich regionale Produkte beziehen, dem modernen Gro\u00dfstadtmenschen ist das aber nur mit einigem Aufwand m\u00f6glich. Des Budget einzuhalten zieht den Verzicht auf vielerlei Soziale Aktivit\u00e4ten\u00a0mit sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gehe mit neuen Erfahrungen aus dem Experiment und werde k\u00fcnftig noch mehr Acht auf die Herkunft meiner Lebensmittel achten, versuchen so viel als irgend m\u00f6glich selbst zu kochen und herzustellen. Trotzdem m\u00f6chte ich mir selbst zugestehen auch mal Ausnahmen machen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hoffe ich konnte dir ein paar Tipps f\u00fcr den g\u00fcnstigeren nachhaltigen Konsum mitgeben und bin gespannt deine Meinung zu dem Thema kennenzulernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was kommt auf deine Gabeln und L\u00f6ffel?\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-7981\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.stellamina.com\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Future-of-food-2-von-4-1024x683.jpg?resize=1024%2C683\" alt=\"#armeleuteessen\" width=\"1024\" height=\"683\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe\u00a0den Versuch gewagt, zwei Wochen von 6\u20ac am Tag zu leben und bin zu den Schluss gekommen: &#8220;Es geht! 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